Zum Auswärtspunktspiel führte uns die Reise am 31. Januar nach Salzhausen, einem Ort südlich von Lüneburg am Rand der Lüneburger Heide. Gegen die Gastgeber vom TC Blau-Weiß entwickelte sich von Beginn an ein intensiver und fairer Tennisabend, der erst spät sein Ende fand.
Den Auftakt in den Einzeln machten Markus an Position zwei und Philip an Position vier. Philip ging leicht angeschlagen in sein Match, lieferte sich mit gegen einen stark aufschlagenden Gegner aber zahlreiche sehenswerte Ballwechsel. Bis zum letzten Punkt kämpfte er wacker und kam immer wieder zurück, musste sich dennoch mit 2:6 und 2:6 geschlagen geben – ein Ergebnis, das den Spielverlauf nur bedingt widerspiegelt.
Parallel dazu entwickelte sich bei Markus ein echtes Marathonmatch. Sein sehr laufstarker Gegner brachte nahezu jeden Ball zurück, sodass sich lange und extrem ausgeglichene Ballwechsel ergaben. Im ersten Satz lag der Salzhausener beim Stand von 5:4 bereits mit drei Satzbällen vorne, doch Markus wehrte alle ab und zwang den Gegner in den Tiebreak. Auch dort kämpfte Markus weiter, musste den Satz aber nach insgesamt sechs abgewehrten Satzbällen knapp mit 6:7 abgeben. Im zweiten Satz setzte Markus früh ein Zeichen, ging schnell mit 2:0 in Führung und dominierte anschließend mit druckvollen, präzisen Schlägen sowie konsequenten Netzangriffen. Mit 6:2 glich er aus, sodass der Match-Tiebreak entscheiden musste. Auch hier blieb es bis zum 6:4 für den Gegner extrem eng, ehe Markus nochmals zulegen konnte und den Match-Tiebreak nach über zweieinhalb Stunden Spielzeit mit 10:6 für sich entschied.
In den verbleibenden Einzeln trat Uwe an Position eins und Albrecht an drei an. Nach überstandener Schulterverletzung war Uwe noch nicht in Bestform und hatte es zudem mit einem sehr starken Gegner mit LK 10 zu tun. Trotz des formalen Leistungsunterschieds hielt Uwe gut mit und erspielte sich mehrere Breakchancen, die er leider nicht konsequent nutzen konnte. Der erste Satz ging mit 2:6 verloren. Auch im zweiten Satz waren viele Spiele hart umkämpft, das Ergebnis von 0:6 fiel letztlich deutlicher aus, als es der Spielverlauf hergab.
Albrecht an Position drei lieferte sich ein hochklassiges Duell mit einem ebenbürtigen Gegner. Viele schnelle Ballwechsel und hohes Tempo prägten das Match. Nach hartem Kampf gewann Albrecht den ersten Satz mit 6:4. Auch der zweite Satz blieb vollkommen ausgeglichen, kein Spieler konnte sich entscheidend absetzen. Im Tiebreak bewies Albrecht dann Nervenstärke und entschied diesen auch dank etwas besserer Fitness für sich. Damit stand es nach den Einzeln 2:2 – die Doppel mussten über Sieg oder Unentschieden entscheiden.
Im ersten Doppel traten Uwe und Philip an, hatten jedoch große Schwierigkeiten gegen stark aufspielende Gegner. Die gesundheitlichen Einschränkungen der beiden machten sich zunehmend bemerkbar, sodass sie kurz vor Ende des ersten Satzes aufgeben mussten.
Damit lag der Druck nun komplett auf dem zweiten Doppel mit Markus und Albrecht, die den entscheidenden Punkt zum Unentschieden holen mussten. Der erste Satz war ebenso intensiv und ausgeglichen wie ihre Einzel. Nach engen Spielen, starkem Doppelspiel und schnellen Reaktionen am Netz ging der Satz mit 6:4 an den BHC. Im zweiten Satz steigerten sich die Gastgeber, spielten nahezu fehlerfrei und glichen mit 3:6 aus. Wieder einmal musste der Match-Tiebreak die Entscheidung bringen. Wie in den beiden vorigen Sätzen war das Spiel komplett ausgeglichen. Markus und Albrecht vergaben zunächst den ersten Matchball bei 9:8, konnten dann aber mit etwas Glück und viel Nervenstärke den zweiten Matchball zum 11:9 verwandeln und damit das 3:3 sichern – ein wichtiger Punkt für den Klassenerhalt.
Insgesamt war es ein extrem harter, spannender und gleichzeitig sehr fairer Spieltag gegen einen sympathischen Gegner. Den Abend ließen beide Teams bei Pizza und kühlen Getränken im Clubrestaurant der Gastgeber gemeinsam ausklingen – mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen in den kommenden Jahren.
Für den BHC spielten: Albrecht Haberkern, Uwe Meyer, Markus Müller-Martini, Philip Nitzsche