Seit 2012 gehört Simone Storch fest zum BHC redbox-Team – und viele Mitglieder kennen sie als die Trainerin, bei der man sich vom ersten Moment an gut aufgehoben fühlt. Sie hat den Aufbau des Kursprogramms von Anfang an mitgestaltet und begleitet den Fitnessbereich bis heute mit viel Erfahrung, Aufmerksamkeit und einem klaren Blick dafür, was den Teilnehmenden guttut.
Was Simone auszeichnet, ist die Verbindung aus Professionalität, individueller Betreuung und echter Freude an Bewegung. Im Interview spricht sie über ihren Weg vom Bankwesen in den Trainingsraum, ihre Haltung zu gesundheitsorientiertem Sport und darüber, was eine gelungene Trainingsstunde für sie ausmacht.
Liebe Simone, viele Mitglieder kennen dich aus der redbox – seit Jahren prägst du den Fitnessbereich im BHC mit. Wenn du dich jemandem vorstellen würdest, der dich bisher nur vom Sehen kennt: Wer bist du – und was sollte man über dich wissen?
Ich bin 1963 in Bremen geboren und aufgewachsen. Sport gehört schon immer zu meinem Leben – und heute verbinde ich meine Erfahrung im Fitness- und Gesundheitsbereich mit viel Freude an der Arbeit mit Menschen.
Du bist seit 2012 im BHC. Wie hast du deinen Start hier erlebt?
Im September 2012 habe ich gemeinsam mit dem redbox-Team den Aufbau der Abteilung und die Entwicklung eines Kursprogramms mitgestaltet.
Du warst also von Anfang an dabei. Wenn du zurückblickst: Was habt ihr im Fitnessbereich aufgebaut?
Wir haben als Team einen guten Grundstein für die damals neue Abteilung gelegt. Das Kursangebot wurde Schritt für Schritt erweitert. Heute erreichen wir sowohl leistungsorientierte als auch gesundheitsbewusste Sportler, die das unkomplizierte Miteinander, die individuelle Betreuung und die angenehme Atmosphäre schätzen.
Bevor wir tiefer einsteigen: Dein beruflicher Weg begann ursprünglich ganz woanders. Was hast du zuerst gelernt und gemacht?
Nach dem Abitur am Kippenberg-Gymnasium und einer anschließenden Banklehre war ich bis zur Geburt unserer Töchter acht Jahre persönliche Assistentin eines Direktionsmitglieds der Deutschen Bank.
Und wie kam dann der Schritt vom Bankwesen in den Trainingsraum?
Der Einstieg ergab sich eher zufällig, als dringend eine Vertretung für eine erkrankte Kursleiterin gesucht wurde. Es hat mir sofort große Freude gemacht, sodass ich mich zeitnah für Aus- und Fortbildungen entschieden habe.
Sport begleitet dich ja schon viel länger. Wie hat das bei dir angefangen?
Sport gehörte schon immer zu meinem Leben. Mit dem klassischen Kinderturnen bei Bremen 1860 habe ich begonnen, dann vieles ausprobiert und mich später besonders in den Bereichen Jazz-Tanz, Aerobic, Stepp-Aerobic und Fitness wiedergefunden. Auch die Tanzstundenzeit bei Schipfer-Hausa hat meine Begeisterung geweckt – es folgten mehrere Jahre aktiver Standard-Turniertanz. Der Fitnessbereich war schließlich die ideale Ergänzung.
Du hast dich über die Jahre konsequent weiterqualifiziert. Welche Ausbildungen und Lizenzen sind dazugekommen?
Nach den Grundlizenzen habe ich mich zunächst in vertrauten Bereichen weitergebildet – denn es ist ein großer Unterschied, ob man eine Stunde als Teilnehmerin erlebt oder selbst anleitet. Es folgten unter anderem Ausbildungen zur Pilates-Trainerin, für Beckenboden- und Faszientraining sowie TRX. Hinzu kamen Lizenzen als Personal Trainerin (A-Lizenz), Fitness- und Gesundheitstrainerin (B-Lizenz), für den Reha-Sport Orthopädie sowie für Sport in der Krebsnachsorge.
Was hat sich durch die Ausbildung zur Personal Trainerin für dich verändert?
Die Ausbildung zur Personal Trainerin war für mich ein wichtiger Schritt. In manchen Kursen hatte ich das Gefühl, einzelnen Teilnehmenden nicht ausreichend gerecht zu werden. Individuelle Förderung – gerade unter gesundheitlichen Aspekten – ist mir sehr wichtig. Heute kann ich Gruppentraining und Eins-zu-eins-Betreuung kombinieren. Beides ergänzt sich in meiner Arbeit sehr gut.
Und wie bleibst du fachlich am Ball?
Ich nutze regelmäßig unterschiedliche Fortbildungsangebote, auch außerhalb meiner direkten Lizenzbereiche, um neue Impulse zu bekommen.
Nimm uns mal kurz mit in deinen BHC-Alltag: Welche Kurse leitest du aktuell?
Diverse Fitnesskurse wie BBP mit Power, Pilates, Rückentraining, XCO-Walking sowie Reha-Sport.
Für wen sind deine Angebote besonders passend?
Für alle, die sich gern bewegen oder motivieren lassen möchten und ein gesundheitsorientiertes Training in fröhlicher Gemeinschaft suchen. Je nach gewünschter Intensität findet sich im Kursprogramm das passende Angebot.
Wenn man bei dir in einer Stunde steht: Worauf legst du am meisten Wert?
Ich möchte gern alle Teilnehmenden so motivieren, dass sie sich während des Kurses wohl fühlen und es ihnen anschließend noch besser geht. Eine korrekte Übungsausführung und ein achtsamer Umgang mit der jeweiligen Belastung sind dafür entscheidend. Wir sollen unseren Körper bewusst wahrnehmen und durch eine aufrechte Haltung auch eine positive Ausstrahlung gewinnen.
„Ich möchte, dass sich alle während der Stunde wohlfühlen – und danach noch besser.“
Wie läuft deine Vorbereitung ab: Hast du einen festen Plan – oder entscheidest du auch spontan?
Ich habe immer einen inhaltlichen Plan. Gleichzeitig reagiere ich flexibel – je nach Tageszeit, Wetter, Stimmung in der Gruppe oder individuellen Einschränkungen, die kurz vor Beginn angesprochen werden.
Woran siehst du nach der Stunde, dass sie für die Gruppe gut war?
Das ist ein Gefühl, das sich schwer beschreiben lässt, ich spüre es einfach. Meine Teilnehmer geben mir viel zurück, wenn sie mit einem entspannten, glücklichen Lächeln den Raum verlassen.
In deinen Kursen treffen oft unterschiedliche Trainingsstände aufeinander. Wie stellst du sicher, dass alle gut mitkommen – und trotzdem gefordert werden?
Für fast alle Übungen gibt es Differenzierungen, die ich anbiete. Wenn nötig, schlage ich alternative Bewegungen oder bewusst eine kurze Pause vor.
Was sollen die Teilnehmenden nach einer Stunde bei dir mitnehmen – körperlich und im Kopf?
Das Training sollte eine Auszeit vom Alltag sein. Die Konzentration auf neue Bewegungsabläufe ist oft fordernd – umso schöner ist das anschließende Gefühl von Zufriedenheit und Leichtigkeit.
„Das Training soll eine Auszeit vom Alltag sein.“
Wenn du deine Art zu trainieren in einem Satz beschreiben müsstest – wie würde der lauten?
Wohlbefinden durch Fitness.
Was bedeutet dir persönlich die Rückmeldung aus der Gruppe?
Super viel! Ich bin besonders dankbar für das Vertrauen, das mir die Teilnehmer entgegenbringen.
Zum Schluss noch ein Blick nach vorn: Wie siehst du den Fitnessbereich im BHC – und was wünschst du dir?
Der Fitness- und Gesundheitsbereich ist zu einem wichtigen Standbein des Clubs geworden. Der Fokus auf Gesundheit wird aus meiner Sicht weiter an Bedeutung gewinnen. Toll wäre noch mehr Sichtbarkeit – innerhalb und außerhalb des Clubs.
Wenn du an die nächsten Jahre denkst: Was soll im Fitnessbereich unbedingt so bleiben, wie es ist?
Das unkomplizierte Miteinander und die angenehme Atmosphäre. Und dass Gesundheit und saubere Ausführung im Training immer im Mittelpunkt stehen.
Was wünschst du dir konkret, damit der Fitnessbereich noch sichtbarer wird?
Dass wir noch mehr Mitglieder und auch Interessierte von außerhalb erreichen – und dass mehr Menschen mitbekommen, wie breit das Angebot im Fitness- und Gesundheitsbereich im BHC inzwischen ist.
Dankeschön, liebe Simone, für deine Zeit, die offenen Antworten und dein Engagement für Fitness im BHC.
Das Interview führte Anne Günter.
Fotos: Axel Kaste.